Die Arbeit des Netzwerkes gegen Mädchenbeschneidung Schweiz

Das Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz unterhält ein Informationsportal zu FGM/C, berät Betroffene und Fachpersonen, betreibt Präventionsarbeit in den Communities, sensibilisiert Fachpersonen und baut regionale Anlaufstellen auf. Das Netzwerk fördert die Vernetzung und stellt einen niederschwelligen Zugang zu Informationen sicher.

Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz

Im Herbst 2015 hat der Bundesrat beschlossen, das Engagement gegen FGM/C zu verstärken: In der Folge gab das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und das Staatssekretariat für Migration (SEM) das Projekt «Massnahmen gegen weibliche Genitalverstümmelungen 2016 – 2019» in Auftrag. Caritas Schweiz, TERRE DES FEMMES Schweiz (TDF), das Schweizerische Kompetenzzentrum für Menschenrechte (SKMR) sowie SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz (SGCH) haben sich zu diesem Zweck zu einer Kooperationsgemeinschaft zusammengeschlossen. Das Ziel ist es, gefährdete Mädchen und Frauen vor weiblicher Genitalbeschneidung zu schützen und die medizinische Versorgung für die Betroffenen zu gewährleisten.

Jahresbericht 2017 (PDF)

Was tut das Netzwerk?

  • Aufbau und Unterhalt einer Website: Betroffene wie auch Fachpersonen erhalten auf der neu geschaffenen Website Zugang zu Informationen und Anlaufstellen.
  • Beratung und Information für Betroffene und Fachpersonen: Es wird eine nationale Anlaufstelle betrieben, wo sich Betroffene und Fachpersonen zu FGM/C beraten lassen können. Gleichzeitig werden regionale Anlaufstellen für Betroffene und Fachpersonen aufgebaut.
  • Sensibilisierung von Fachpersonen: Fachpersonen und Institutionen aus relevanten Bereichen werden geschult und erweitern ihre Kompetenzen im Umgang mit dem Thema.
  • Communityarbeit: die Präventionsarbeit mit den betroffenen Migrationsgruppen wird gefördert. In Zusammenarbeit mit Schlüsselpersonen aus der Diaspora werden Sensibilisierungsanlässe zu FGM/C durchgeführt. Für diese Arbeit in den Communities werden für die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren regelmässig Weiterbildungen angeboten und Coachings durchgeführt.
  • Vernetzung: Die schweizweite Vernetzung zum Thema wird vorangetrieben. In seiner Arbeit wird das Netzwerk von einer breit abgestützten Begleitgruppe unterstützt.
  • Grundlagen und Materialien: Es werden Grundlagen und Materialien zum Thema erarbeitet.
  • Projektpool: Migrantinnen und Migranten werden in ausgewählten Projekten zum Thema FGM/C finanziell unterstützt.